Verletzung religiöser Gefühle

1. März 2012 - 11:54 Uhr

Im Spiegel ist gerade zu lesen, wie Stellvertreter-Taufen Verstorbener durch Mormonen in den Staaten für Empörung sorgen. Die Religion jüdischer  Holocaust-Überlebender ist sicherlich in diesem Kontext ein sehr heikles Thema – aber dennoch zeigt sich doch wieder nur eines, nämlich wie empfindlich auf die Verletzung religiöser Gefühle reagiert wird… Ich nehm’s sportlich und sehe das einfach als Indikator für gute Satire. Gute Arbeit, Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage!

Kommentieren » | Geblubber

Bundespräsident

17. Februar 2012 - 14:09 Uhr

Bundespräsident Wulff hat aufgehört.

Gesucht wird: ein Mann, der für alle Parteien und Bürger tragbar ist. Ein Mann mit Erfahrung – und beliebt muss er sein. Integer soll er sein.

Es werden viele Namen diskutiert werden: Gauck, Lammert, de Maziere, Töpfer.

Aber eigentlich gibt es hier nur eine mögliche Wahl:

Günter Netzer.

Beliebt. Geliebt. Erfahren, weise, eine Instanz in den wichtigen Dingen des Lebens.

Ob er sich in dieser Sache auch selbst einwechseln kann?

Kommentieren » | Geblubber

Die wesentlichen Probleme

6. Februar 2012 - 14:13 Uhr

In Bayern hat man einen Sinn für die richtig wichtigen Probleme. Eins davon sind sicherlich die “norddeutschen Gruß- und Verabschiedungsformeln” Hallo und Tschüss. Das hat man in Passau erkannt und ist in einer Schule zur Tat geschritten. Chapeau! Ein behertzes “Grüß Gott” kommt natürlich weit weltmännischer daher…

Eigentlich fällt mir dazu doch wieder nur Kinderzimmer Productions ein – ich nehm euch nur auf Tape auf, ihr disst euch von alleine. Erstaunlich ist aber, das laut dem Artikel tatsächlich sachlich über das Verbot diskutiert wird. Nun gut, andernorts wird die Evolution aus dem Bio-Unterricht gestrichen, und in Passau wird nur Hallo und Tschüss verboten. Eigentlich ist man Passau gar nicht so übel dran. Im Vergleich.

Kommentieren » | Geblubber

Ich nehm dich nur auf Tape auf…

30. Januar 2012 - 21:22 Uhr

du disst dich von alleine.

So, all ihr Kommunisten, Open-Accessler, Pac-Man-Spieler und Gegner des Fortschritts – kurzum, all ihr Internet-Nutzer – Ansgar Heveling hat euch mit diesem Pamphlet mal gezeigt, wolang der Hase läuft.

Ich schaffe übrigens hauptberuflich Wissen. Und das Internet hilft mir tatkräftig im Vorfeld. Und manchmal ärgere ich mich ein wenig darüber, dass ich die Artikel, die ich aus Steuergeldern finanziert geschrieben habe von zu Hause aus gar nicht lesen kann. Obwohl ich denke, dass ich soweit auf der Höhe bin, verstehe ich allerdings nicht, was genau Pacman mit Open Access zu tun hat, in welchem Zusammenhang der digitale Endkampf um Mittelerde (?) und Wikipedia stehen und digitales Blut ist mir in 13 Jahren Internet auf noch nicht durch die Leitung gelaufen.

Allerdings schreibe ich auf schlechten Drogen auch keine Gastbeiträge. In die CDU bin ich auch noch nicht eingetreten.

Kleiner Nachtrag: die Süddeutsche hat einen klugen Artikel zu Herrn Heveling geschrieben.

Kommentieren » | Geblubber

Manager-Magazin

27. Januar 2012 - 00:02 Uhr

Neulich im Briefkasten: ein Werbeschreiben vom Manager-Magazin.

Ich möge mir bitte darüber klar werden, ob ich das Manager Magazin abonnieren möchte. Die Cover mehrerer “Backissues” sind abgebildet. Auf den Covern erkenne ich “STRESS – Die besten Burn-out-Kliniken”, “STEUERFLUCHT – Last Exit Singapur”, “HONORIS CAUSA – Die Titelsucht der Deutschen”.

Nicht dass ich jetzt billig Manager-Bashing betreiben möchte. Aber mich interessiert gerade brennend, welches Selbstbild der durchschnittliche Manager-Magazin-Leser hat.

 

Kommentieren » | Geblubber

Shaker Verlag

25. Januar 2012 - 11:49 Uhr

Der Shaker Verlag dürfte jedem wahrscheinlich jedem Menschen, der auf der Webpage eines wissenschaftlichen Institutes gelistet ist, bekannt sein. Der Verlag tritt gerne durch unaufgefordert versendete E-Mails und Briefpost in Erscheinung.

Nachdem man sich bei Literaturcafe über unerbetene Werbemails geäußert hat, ist dort wohl ein Anwaltsschreiben eingegangen, in dem die erste Fassung des Artikels als “herabsetzend” und “geschäftsschädigend” bezeichnet wird. Bei Literaturcafe heißt es dann weiter, “Im Schreiben heißt es wörtlich: »Insofern kann es im Einzelfall schwierig sein zu beurteilen, ob ein Einverständnis des Empfängers zu einer Korrespondenz vorliegt oder nicht.«”.

Ich möchte das für meinen Teil eindeutig beanworten: in meinem Fall liegt und lag kein Einverständnis vor. Weder habe ich E-Mails noch Briefwerbung vom Shaker-Verlag erbeten. Ich empfinde die Werbung als Belästigung.

Im Sinne eines Beitrags zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Post- und Druckwesen investiere ich also ein wenig Zeit in diesen Blogpost und nicht in eine Beschwerde-Mail an Shaker. Mahlzeit und in Sachen Shaker sicherlich bis bald!

Kommentieren » | Geblubber

Arlt – danke, nie wieder

13. Januar 2012 - 15:29 Uhr

Der Computerhändler Arlt sollte vielen Computer-Freunden ein Begriff sein. Da gibt es zum einen die Kette Arlt.com, die 20 Filialen in Süddeutschland betriebt. Und neuerdings kenne ich auch einen ähnlich aufgemachten Laden in Magdeburg, der unter gleichem Namen tätig ist. Ob beide Firmen miteinander in Beziehung stehen ist mir gerade herzlich egal, ich setze in keinen dieser Läden jemals wieder einen Fuß.

Alle beide haben sich mir gegenüber so aufgeführt, dass ich zukünftig wohl nur noch bei Amazon oder vergleichbaren Versendern kaufen werde.

Zuerst war da Arlt Stuttgart, Filiale am Hauptbahnhof (ja, die, die auf Premium-Optik macht). Dort habe ich 2009 (?) einen 24″-Monitor erstanden. Am Monitor war die Kopfhörerbuchse defekt (ein Problem mit dem mechanischen Kontakt), von Anfang an. Bei meinem ersten Besuch zwecks Reklamation wurde mir in der Filiale vorgeworfen, ich hätte die Buchse selbst beschädigt (“das sieht ja so aus, als hätte man einen Kopfhörer mit Gewalt da reingedrückt”). Mein Protest hat keinerlei Reaktion erzeugt. Allerdings will man ja nicht so sein, man würde aus Kulanz-Gründen den Monitor doch reparieren lassen (möglicherweise sogar kostenfrei!), sogar für den Menschen, der hier möglicherweise gerade versucht, Arlt zu betrügen (Betrug war nicht der Wortlaut, das Gespräch kann aber so interpretiert werden). Nun gut, die Reparatur dauere rund eine Woche. Auf das angebotene 22″-Leihgerät zur Überbrückung habe ich angesichts der kurzen zu erwartenden monitorlosen Zeit verzichtet. Ja, angeboten hat man mir ein 22″-Gerät, kaputt war ein 24″-Monitor. Long story short: ich wurde so oft vertröstet, dass ich am Ende 6 Wochen lang ohne Monitor war, musste zwischenzeitlich mit dem stellvertretenden Filialleiter telefonieren (und laut werden) und durfte mich am Ende über einen Zettel freuen, auf dem stand, es handele sich hier um eine “Kulanzreparatur”. Kulanz bedeutet eigentlich, dass ein Vetragspartner dem anderen Vertragspartner ohne vertragliche Pflicht entgegenkommt. Bei Arlt ist es also offensichtlich nicht selbstverständlich, für defekt verkaufte Geräte geradezustehen. Den Kugelschreiber, den ich als “kleine Aufmerksamkeit” bekommen habe, habe ich in den Müll geworfen.

Dann gibt es da noch Arlt Magdeburg. Dort wollte ich eine neue Tastatur kaufen und meine sterbende Büro-Tastatur ersetzen. Statt dem mir gut bekannten Modell habe ich für ein anderes Modell des selben Herstellers entschieden – nachdem ich explizit gefragt habe, ob diese Tastatur ausklappbare Füßchen hat. Ja, habe sie. Hat sie aber nicht. Beim zweiten Besuch (man hat ja sonst nichts zu tun) erfahre ich dann, dass ich trotzdem falscher Beratung das Geld nicht wiedersehe. Stattdessen möglich ist nur ein Umtausch. Weil aber vor meinen Augen die letzte Tastatur meines Wunschmodells an jemand anders verkauft wurde, durfte ich am Folgetag ein drittes Mal in den Laden (man hat ja sonst nichts zu tun). Ich bin 3 Stunden nach dem Zeitraum, in dem die Ware im Laden eintreffen sollte im Laden erschienen. Nur um dann zu lernen, dass die Ware noch nicht verbucht ist und ich mir weitere 10 Minuten die Füße plattstehen darf. Gipfel dieses Zusammentreffens dann: den Differenzbetrag zwischen der teuren Tastatur, die ich nach der falschen Beratung erstanden habe und dem Wunschmodell wollte man mir nicht auszahlen. Nachdem ich (noch) etwas patziger geworden bin, ging auch das, man mache “eine Ausnahme”.

Amazon hingegen erstattet unbürokratisch. Außerdem erfährt man bei Amazon in den Reviews schon auf der ersten Seite, dass die besagte Tastatur keine Füßchen hat. Auch bei Arlt Magdeburg wird man mich nie wieder sehen. Falls ich nochmal dazu komme, elektronisches für die Arbeit anzuschaffen, werde ich Arlt nicht mehr berücksichtigen.

Für mich stellt sich Arlt (sowohl die Kette in Süddeutschland als auch der wohl locker dazu in Beziehung stehende Laden in Magdeburg) wie folgt dar: Für Arlt kaufen bei Arlt keine Kunden ein, sondern potentielle Verbrecher. Der Verkauf funktionierender Ware mit besprochenen Eigenschaften ist eine Ausnahme, keine Selbstverständlichkeit. Für eigene Fehler steht man nicht selbstverständlich gerade, sondern nur ausnahmsweise.

Noch eine kleine Amazon-Anekdote: meiner Freundin starb eine USB-Festplatte gegen Ende der zweijährigen Garantiezeit. Zu Amazon zurückgeschickt wurde die Platte einen Tag vor Ende der Zweijahresfrist. Wenig später lässt Amazon meine Freundin wissen, dass sie leider keine neue Platte bekomme, da kein vergleichbares Modell lieferbar sei – und erstatt ihr nach zwei Jahren den vollen Kaufpreis.

Möge dieser Blogpost dem einen oder anderen potentiellen Käufer ein kleiner Leitfaden bei der Wahl des richtigen Händlers sein. Und vielleicht dem Händler mit Ladengeschäft ein kleiner Denkanreiz. Warum sollte ich noch in einen Laden kommen, wenn mich Amazon und Konsorten besser beraten, dabei am Ende auch nicht langsamer liefern und sich unkomplizierter bei Problemen verhalten?

Kommentieren » | Allgemein, Computerei, Geblubber

Parsing TODO-like statements

5. Januar 2012 - 22:11 Uhr

In all my software, I remind myself (and other potential developers) that there is something to do by placing TODO or FIXME statements. I acquired this habit most likely because Geany‘s AddOns plugin supports a task list.

Also, I tend not to fix TODOs that are not crucial. This is bad. I even lose track of the TODOs. So I wrote a little script to collect all lines with TODO-like statements in a project. You may find it on GitHub.

I use it as follows:

./todoParser.py –vc

This tells the script to check if the current directory is under git/svn version control. If so, it will then try to use all files under version control for TODO extraction. Of course the script can be used on files directly:

./todoParser.py fileName.f90

So far, C/C++, Python, free-form Fortran and LaTeX are supported. Extension shall be easy, though.

I tested the script against the current Linux kernel — parsing took a little more than 5 seconds. The script gives some 6700 lines of output (including blank lines). It’s soothing to know I am not the only one who commits code that is not perfect…

I hope the script is helpful for anyone interested.

Kommentieren » | Computerei

Sommerloch

2. August 2011 - 14:34 Uhr

Es ist Sommer, die furchtbaren Ereignisse von Norwegen dominieren die Nachrichten nicht mehr – worüber schreibt man da? Richtig, political correctness und “Nazi-Zitate”.

Ich erlaube mir, Geislers Wortwahl unpassend zu finden, erlaube mir aber auch, das Medienecho sommerlochig unangemessen zu finden.

 

Kommentieren » | Geblubber

the nD – the Linux PSP?

13. Juli 2011 - 00:15 Uhr

OMG! Ubuntu just posted a link to a potential PSP killer – a handheld game console running a Linux OS:the nD

Lovely! It will use the SDL – I personally hope for Python and PyGame, too.

Keep an eye on this thingy!

Kommentieren » | Computerei

« Ältere Einträge